Translate - Übersetzen

Montag, 1. Oktober 2012


Leserbrief zum Beitrag

350 Jahre Book of Common Prayer

                     — eine erweckliche Liturgie

von Pfr. Prof. Dr. Samuel Leuenberger (DIAKRISIS 3-2012).


Das Allgemeine Gebetbuch in Deutsch - Teil einer Gesamtausgabe 

Zuallererst gebührt
Pfarrer Prof. Dr. Samuel Leuenberger
sowie der
Schriftleitung von DIAKRISIS
aufrichtiger Dank für die Entscheidung,
das große Jubiläum
der bei Weitem wichtigsten anglikanischen Agende,
des Book of Common Prayer von 1662, mit einem eigenen Beitrag
in DIAKRISIS zu würdigen. 


Dies ist im deutschsprachigen Raum keine Selbstverständlichkeit,
sondern ein weiterer Beweis für die echte ökumenische Gesinnung der
Schriftleitung und der Herausgeber — ein Beleg dafür, wie ernst es der
Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften mit der Förderung der
Einheit bekennender Christen durch das Scharen um ihren HErrn und Erlöser ist.
Wie sicher vielen Lesern aufgefallen ist, legt der letzte Absatz des Beitrags von
Prof. Leuenberger eine neue Würdigung des bekenntnisökumenischen Potentials
des Anglikanismus nahe. Dort schreibt Prof. Leuenberger über das Book of
Common Prayer: „[D]iese Liturgie [verfügt] über ein geniales ökumenisches
Potential, das Brücken schlägt zu der katholischen sowie zu den reformatorischen
Kirchen.“ Was aber für die anglikanische Liturgie gilt, muss nach der
theologischen Regel lex orandi, lex credendi auch für die anglikanische Lehre
und Sakramentsverwaltung gelten — und damit für die anglikanische Kirche in
der Gesamtheit ihres geistlichen Handelns. Das wahrhaftig große ökumenische
Potential der anglikanischen Kirche als Brückenkirche wird denn auch immer
wieder von Theologen anglikanischer und anderer Kirchen hervorgehoben.
Gerne wird dies durch die Beschreibung der anglikanischen Identität als via
media zum Ausdruck gebracht. Via media meint hier mitnichten einen die
Wahrheit kompromittierenden Mittelweg, sondern vielmehr den schmalen Pfad,
der halbwahre theologische Einseitigkeiten (gleich, ob römischer, byzantinischer
—oder auch reformatorischer Provenienz) am Wegrand liegen lässt.
Angesichts des ökumenischen Potentials der anglikanischen Kirche ist
in bibel- und bekenntnistreuen Anglikanern ein natürlicher Partner für die
bekenntnisökumenische Bewegung zu sehen. Bemerkenswert ist hierbei der
Umstand, dass die deutliche Mehrheit der anglikanischen Kirchenprovinzen
(in Lateinamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten) theologisch sehr
konservativ ist. Damit steht die Mehrheit der anglikanischen Kirchengemeinschaft
in deutlichem Gegensatz etwa zu den im Lutherischen Weltbund organisierten
Kirchen und den (wegen der ambivalenten Haltung der Mutterkirche von
England immer noch) „offiziellen“ anglikanischen Kirchenprovinzen des
nordamerikanischen Kontinents, mit denen der größere Teil der anglikanischen
Kirchenprovinzen nunmehr gar keine oder nur eine stark eingeschränkte Kanzel bzw.
Sakramenten-Gemeinschaft pflegt.

Gewiss ist der Schwerpunkt der Internationalen Konferenz bekennender
Gemeinschaften die sogenannte westliche Welt und daher sollten mögliche
anglikanische Partner der IKBG im bekenntnisökumenischen Gespräch
idealerweise eben nicht aus Asien oder Afrika stammen. Daher ist es bedeutsam,
dass sich vor wenigen Jahren auch im nordamerikanischen Anglikanismus eine
Scheidung um der Wahrheit willen vollzogen hat — ganz so wie dies etwas
später auch im nordamerikanischen Luthertum mit der Gründung der North
American Lutheran Church (NALC) als notwendige Absonderung von einer
zunehmend den Boden von Schrift und Bekenntnis verlassenden Evangelical
Lutheran Church in America geschehen ist (vgl. DIAKRISIS 4-2011, 3-2012).
Viele Gemeinden und ganze Diözesen haben sich vor mehr als drei Jahren von der
„offiziellen“ anglikanischen Kirche der USA, die sich inzwischen The Episcopal
Church (TEC) nennt, aufgrund deren schriftwidriger Haltungen insbesondere
in den Bereichen Fundamentaltheologie, Soteriologie, Kirchenverfassung und
(Sexual-) Ethik getrennt, sich mit kleineren altkonfessionellen anglikanischen
Kirchen wie der Reformed Episcopal Church verbunden und 2009 die Anglican
Church in North America (ACNA) gegründet.
 (Das Institut Diakrisis berichtete hierüber auf seiner Internetpräsenz am 24. Juli 2009.)

Diese steht bereits jetzt in Kirchengemeinschaft mit der Mehrheit der
anglikanischen Kirchenprovinzen — nicht jedoch mit der von
revisionistischen Theologen dominierten TEC.
Gegen eine Einbeziehung theologisch konservativer Anglikaner in die
bekenntnisökumenischen Anstrengungen der Internationalen Konferenz
bekennender Gemeinschaften mag auf den ersten Blick zweierlei sprechen.
Erstens heißt es gelegentlich, das Abendmahlsverständnis der anglikanischen
Kirche sei doch „calvinistisch“ und damit ein nahezu unüberwindliches Hindernis
für Gespräche mit lutherischen, römisch-katholischen oder orthodoxen Kirchen.
Dies ist jedoch so pauschal nicht der Fall: Zum einen verwirft zwar das
anglikanische Bekenntnis, die Thirty-Nine Articles of Religion (lateinisch 1562,
englisch 1571 unter der Regentschaft von Königin Elisabeth I. verabschiedet),
aufgrund ihrer Formel von der „geistlichen Nießung“ in Artikel XXVIII
zwar die (erst 1215 im IV. Laterankonzil dogmatisierte) römisch-katholische
Transsubstantiationslehre, lässt sich aber sowohl im Sinne einer „bloßen“
Spiritualpräsenz Jesu Christi im hl. Abendmahl wie auch im Sinne einer
Realpräsenz auslegen. Zum anderen gilt, dass die Regel lex orandi, lex credendi
für die anglikanische (ebenso wie für die orthodoxe) Dogmatik absolut konstitutiv
ist: In der anglikanischen Kirche wird zur kirchlichen Auslegung der Heiligen
Schrift häufig gar nicht auf die Bekenntnisschrift (besagte Thirty-Nine Articles
of Religion), sondern vielmehr auf liturgische Formulare des Book of Common
Prayer verwiesen. Somit ist die Frage nach der Natur des anglikanischen
Abendmahlsverständnisses nicht nur aufgrund des Bekenntnisses, sondern auch
aufgrund der Agende, also des Book of Common Prayer (BCP), zu entscheiden.

Hier nun kommt der vorletzte Satz aus Prof. Leuenbergers jüngstem
Beitrag in DIAKRISIS zum Tragen: „Das BCP kann hochkirchlich zelebriert
werden ohne Verrat der reformatorischen Substanz.“ Was bereits für das
BCP von 1662 gilt, hat noch viel mehr Gültigkeit für die vom so
genannten Anglo-Katholizismus und insbesondere den (seit der Einführung
der Frauenordination in mehreren anglikanischen Kirchenprovinzen erlahmten)
anglikanisch-orthodoxen Einigungsbemühungen beeinflussten und in viele
anglikanische Agenden aufgenommenen Alternativformulare. In diesen werden
Epiklesen (Anrufungen des Heiligen Geistes) vorgeschrieben, die eine in die
Realpräsenz umschlagende Spiritualpräsenz lehren — ganz nach dem Vorbild
der orthodoxen Kirchen des Ostens, in Anlehnung an Johannes von Damascus:
Hochkirchliche Anglikaner glauben daran, dass durch das Wirken des mittels
Epiklese herabgerufenen Heiligen Geistes die Elemente des hl. Abendmahls
wahrhaftig zu Leib und Blut Christi werden. Nicht von ungefähr hat Papst
Benedikt XVI. in seiner Apostolischen Konstitution Anglicanorum coetibus
von 2009 anglikanischen Gemeinschaften, die zur römisch-katholischen Kirche
konvertieren, den Gebrauch von Agenden anglikanischer Tradition in eigens
hierfür geschaffenen Personalprälaturen gestattet.

Ein zweiter, rein pragmatischer, Einwand gegen eine Einbeziehung
theologisch konservativer Anglikaner in die Arbeit der Internationalen Konferenz
bekennender Gemeinschaften (IKBG) könnte lauten, dass es in Mitteleuropa,
dem Schwerpunkt der Arbeit der IKBG, ja gar keine theologisch konservativen
Anglikaner gebe. Dies ist bei näherem Hinsehen jedoch ebenfalls ein Irrtum:
Es gibt hierzulande eine (wenn auch kleine) bibel- und bekenntnistreue,
deutschsprachige anglikanische Kirche — die Reformierte Episkopalkirche,
eine Missionsdiözese der ACNA.
Vermahnung im Morgen- und Abendlob


 Diese Kirche wird noch in diesem
(Jubiläums-) Jahr, so Gott will,
eine neue deutsche Übersetzung des
 Book of Common Prayer unter dem Titel
 „Allgemeines Gebetbuch“ drucken — selbstverständlich einschließlich anglo-katholischer Alternativagenden für den hochkirchlichen Gebrauch, welche auch in der Mehrheit der Missionsgemeinden
und Gründungsarbeiten dieser Kirche zum Einsatz kommen.
(Hier vorbestellen-Auslieferung geplant März 2013)



Das Adjektiv „reformiert“ im Namen der Reformierten Episkopalkirche ist der
Übersetzung des Namens der amerikanischen Reformed Episcopal Church (die in
der ACNA aufgegangen ist) geschuldet. Es drückt keine besondere Affinität zur Genfer
oder gar Zürcher Reformation aus, sondern ist im ursprünglichen Wortsinne zu
verstehen: Die Reformierte Episkopalkirche hat den Anspruch einer geistlichen,
durch biblische Lehre und apostolische Sukzession begründeten, Kontinuität mit
bischöflichen (sprich: anglikanischen) Kirchen früherer Jahrhunderte, welche die
(noch „offizielle“) Episkopalkirche (TEC) immer weniger besitzt. Leitbild der
Reformierten Episkopalkirche ist das liebevolle, aber standhafte Eintreten für den
Glauben, der ein für allemal den Heiligen überliefert worden ist (Jud 3).

Als Konsequenz unserer Hochschätzung der Heiligen Schrift und der echten, mutmaßlich auf Jesus
Christus höchstselbst zurückgehenden, apostolischen Tradition (in dem Umfang, in dem sie sich
ermitteln lässt — in der Regel der schriftgemäße Konsens der frühen Kirche), erklärt sich auch
unsere ablehnende Haltung gegenüber den diversen Anpassungen kirchlicher Verkündigung und
Praxis an den zumeist antichristlichen Zeitgeist, die in vielen evangelischen Landeskirchen (aber
durchaus nicht nur dort!) zu beobachten sind. Einerseits wenden wir uns gegen (zumindest unseres
Erachtens) offensichtlich schriftwidrige Neuerungen in Kirchenverfassung, Liturgie und Ethik —
wie die Ordination von Frauen zum Pfarr- und Bischofsamt, die Rechtfertigung von Kindstötungen
im Mutterleib seitens mancher Kirchenleiter, die kirchliche Segnung praktizierter Homosexualität
oder die Religionsvermischung durch kirchliche Approbation interreligiöser Liturgien. Vor allem
aber entsetzen uns die Versuche mancher kirchenleitender Theologen, die Menschwerdung des
Allmächtigen Gottes und Schöpfers der Welt in Jesus Christus, die Erlösungsbedürftigkeit aller
Menschen durch Christi Sühnetod oder die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift rundheraus zu
leugnen oder subtil zu relativieren.

In den Worten von Prof. Leuenberger aus dem letzten Satz seines Beitrags sind das ökumenische
Potential des Book of Common Prayer und das darin tief verankerte volksmissionarische Anliegen
„die Stärke dieser einzigartigen Liturgie“. In den Missionsgemeinden der Reformierten
Episkopalkirche, einer bischöflich verfassten bekennenden Kirche, wird diese Liturgie jede Woche
an verschiedenen Orten in deutscher Sprache zelebriert. Jeder gläubige Christ, dem die Einheit
bekennender Christen mit Jesus Christus im Mittelpunkt wichtig ist und der an die Gegenwart des
HErrn im hl. Abendmahl glaubt, ist herzlich eingeladen, mitzufeiern und den ein für allemal
sühnenden Tod des HErrn zu verkündigen, bis Er wiederkommt (Hebr 9,26ff, 1Kor 11,26).

Die Reformierte Episkopalkirche hat ihren Bischofssitz in Schwarzenborn (Knüll)
und ist Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hessen-Rheinhessen;
Missionsgemeinden bzw. Gründungsarbeiten existieren unter anderem in Bonn, Berlin,
Euskirchen, Hamburg und Heidelberg, ein Erzdiakonat besteht in Kroatien und Serbien.
Die Reformierte Episkopalkirche wird geleitet von Bischof Royal U. Grote (Houston,
Texas), zugleich Mitglied der zwölfköpfigen Kirchenleitung der Anglican Church in
North America, und Bischof Gerhard Meyer (Schwarzenborn/Knüll, Hessen).

Anschrift
Reformierte Episkopalkirche,
Richbergstraße 11, 34639 Schwarzenborn;

Telefon: (05686) 730 und 9309235; Telefax: (05686) 9309235;
E-Mail: bischof.meyer@rekd.de, sekretaer@rekd.de;
Internet: http://www.rekd.de

Dr. habil. Frederik Herzberg
Sekretär des Bistumsrats
Reformierte Episkopalkirche in Deutschland

Sonntag, 30. September 2012

Missions Dekanat - Kroatien / Serbien



ADVENTSEGEN  – BESUCHE ZUM SEGNEN IN DEN HÄUSERN




Die Zeit im Advent, wenn wir die Wohnungen und Familien der Gläubigen segnen, liegt jetzt hinter uns. Seit vielen Jahren hat sich unsere Kirche in Kroatien an diese Tradition des Adventsegens gehalten. Es ist eine Zeit im Jahr, wenn ein Priester / Pfarrer alle Gemeindemitglieder in ihren Häusern besucht. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, dass der Priester mit allen Gemeindegliedern zusammen trifft. (Während des Jahres besucht ja der Priester die Kranken und Alten und Bedürftigen sowieso, aber dies ist im Advent eine weitere Gelegenheit, alle Gläubigen in ihrer Wohnung / Haus zu besuchen). Und auf diese Weise kann er sie besser kennen lernen, auch mehr von den persönlichen Problemen erfahren, für das zurückliegende Jahr Gott Dank bringen, und um Segen für das kommende Jahr zu bitten. Der Leitgedanke für dieses Jahr lautete: „Mit Gott beständig in Gemeinschaft leben“, jedoch Gott nicht als jemanden zu betrachten, den wir nur anrufen, wenn wir in Not gekommen sind, ihn jedoch als beständigen Unterstützer anzusehen, als jemanden, auf den wir uns wirklich in dem vor uns liegenden Neuen Jahr verlassen können.

Dieses Segnen der Häuser und Familien ist auch eine Gelegenheit, diejenigen zu treffen, die sonst nicht regelmäßig zur Kirche kommen (Namenschristen), um sie zu ermutigen öfters in der Kirche zu erscheinen und eine engere Beziehung zu Christus zu finden.

Bericht von:  Bishop Elect – Jasmin Milic; Croatia

Freitag, 21. September 2012


                             L e s e r b r i e f   z u
Papyrus aus dem 4. Jahrhundert  - "Jesus sagte zu ihnen: Meine Ehefrau"
Spiegel Online:  19. September 2012
                              und
 „ War Jesus verheiratet?“  HNA (Hess. Niedersächsische Allgemeine)
 20. Sept. 2012 – Rubrik:  M e n s c h e n    -  Jessica Bassing & Christina Holsten

„Das Evangelium von Jesus‘ Frau“ oder
„Das Evangelium vom Gottessohn, der von Sünde und ewigem Tod rettet?

Schauen wir uns die Beachtung einmal an, die dieses winzige Papyrusfragment aus dem „vierten Jahrhundert (?)“ international erhalten hat.
Die hier auf winzigem Papyrus ersichtlichen wenigen Worte und unterbrochenen Sätze sollen doch Zweifel am gesamten Neuen Testament und den Lehren des orthodoxen Christentums aufwerfen. Es ist ein kleines Fragment, dem im Vergleich zu den vier neutestamentlichen Evangelien (die alle innerhalb von Jahrzehnten nach dem irdischen Wirkens Jesu geschrieben wurden), plötzlich viel zu viel Wert beigemessen wird.


"Das Evangelium von Jesus' Frau?" Das ist eine profitkräftige Erfindung. Dies gibt es überhaupt nicht! Denn es gibt nur ein Evangelium, das alle Propheten im Alten Testament bereits verkündigt hatten, “dass alle, die an den Messias glauben, Vergebung ihrer Sünden erhalten werden.“ Dieser verheißene Retter, Jesus, wird dann aber in allen vier Evangelien (durch Wunder, Lehren, Predigten, Tod und Auferstehung) als Sohn Gottes zum Annehmen allen Menschen angeboten. Das ist das eine echte Evangelium.

Das Evangelium von Jesus‘ Frau aber ist reine Effekthascherei getarnt als wissenschaftliche  Gelehrsamkeit von der heterodoxen Professorin Karen King von der Harvard Divinity School, USA. Sie zieht damit und in ihren anderen Veröffentlichungen (The Gospel of Mary of Magdala: Jesus and the First Woman Apostle) die Lehren der gnostischen Irrlehrer aus späterer Zeit vor und will damit die anerkannten orthodoxen Lehren der Kirche Christi zerstören und so ihren geistlichen Tod beschleunigen helfen.

Gerhard Meyer, M.Div; D.D.
Bischof Reformierte Episkopalkirche (www.rekd.org)


Zur Diskussion: "War Jesus verheiratet?"
Dr. Frederik Herzberg, Sekretär der REK


Liebe Freunde der Reformierten Episkopalkirche,
gestern fiel mein Blick per Zufall auf die Ausgabe der "Welt aktuell" und dort auf einen Kurzbericht über den jüngsten Papyrus-Fund von Karen King,  welcher angeblich eine "Ehe Jesu mit Maria von Magdala" belegen soll.

Zwei Dinge sind dabei erstaunlich:

Erstens behauptete der Verfasser entgegen der (gerade von historisch-kritischer Seite völlig unbestrittenen) kirchengeschichtlichen Tatsache des asketischen Grundtenors der Alten Kirche, es gebe "seit frühester Zeit" eine Debatte im Christentum darüber, ob Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war. Dies bedeutet wohl, dass manche Journalisten Dan Brown für einen Sachbuchautor halten und die öffentliche Meinung in diese Richtung beeinflussen.

Zweitens ist der aufgefundene Papyrus ja, sofern er überhaupt echt ist (vgl. die Gutachten des Harvard Theological Review), aus dem vierten Jahrhundert - und damit nicht nur aus der Frühphase des christologischen Streits, sondern auch rund zwei Jahrhunderte jünger als die ältesten neutestamentlichen Textzeugen und die Literatur der Proto-Orthodoxie (Irenaeus, Hippolyt, Justin, Tertullian). Auch gibt es bekanntlich in dieser Epoche eine Korrelation zwischen der Verwendung der koptischen Sprache und dem Einfluss von gnostischer Mythologie.

Umso erfreulicher, dass es Theologen gibt, welche sich nicht scheuen, die Tatsachen zu benennen (siehe unten) und Pseudo-Wissenschaft als solche zu brandmarken, auch wenn sie aus Harvard kommt.

Viel Freude bei der Lektüre!
Dr. Frederik Herzberg, Sekretär der REK i.D.


Mehr / more:
The Gospel of Jesus' Wife? When Sensationalism Masquerades as Scholarship
By Albert Mohler - September 20, 2012

http://www.albertmohler.com/2012/09/20/the-gospel-of-jesuss-wife-when-sensationalism-masquerades-as-scholarship/



Samstag, 7. Juli 2012

Anglikanische Mission / ACNA & REK Mission in Nepal


Report from Canon Rev. W. Jerdan and Rev. J. McLynn – Mission of ACNA / REC in Nepal:

It was exciting to see Bishop John Chew  confirm 96 adults and older teens and license 31 "lay pastors" (we'd probably call them lay readers or catechists) in one service this week. The bishop asked Jerry to address the confirmees and me to speak to the newly licensed people. Heading west to the Annapurna area this week, but since it is the rainy season, we have yet to see mountains through the clouds



Missions-Kurzbericht von Kanon Pfr. W. Jerdan und Pfr. Jerry Mclynn – REK in Nepal:
Es war spannend zu sehen, wie Bischof John Chew   96 Erwachsenen und ältere Jugendliche konfirmierte und  31 Laien-Pastoren zum Dienst lizensierte.  (Wir als REK würden dies wahrscheinlich Lektor / Pfarrgehilfe oder Katechet nennen) Sie wurden in ihren Dienst während eines Gottesdienstes eingeführt. Der Bischof fragte Pfr. Jerry McLynn,  zu den Konfirmanden zu sprechen, während ich die neu zugelassenen Lektoren ansprechen sollte. Wir fahren  in dieser Woche Richtung Westen zum Annapurna Gebie. Da es aber Regenzeit ist, müssen wir die Berge noch durch die Wolken sehen.

Freitag, 29. Juni 2012

Polnische Nationale Katholische Kirche - Anglikanische Kirche in Nord Amerika


PNCC-ACNA Dialogue Press Release




Meeting One 
The inaugural meeting of the Polish National Catholic Church (PNCC) and the Anglican Church in North America (ACNA) met on June 19-20, 2012 in Scranton, Pennsylvania. This historic meeting was hosted by the PNCC at the National Church Center located on Pittston Avenue.


In attendance for this inaugural meeting were the Primates of both Churches, the Most Reverend Anthony A. Mikovsky, Prime Bishop of the Polish National Catholic Church and the Most Reverend Robert Wm. Duncan, D.D., Archbishop and Primate of the Anglican Church in North America.


The Dialogue members in attendance were the Right Reverend Paul Sobiechowski as Co-Chairman, Right Reverend John E. Mack, Very Reverend Augustin Sicard, Reverend Jaroslaw Rafalko, Reverend Stanley Bilinski, and the Reverend John P. Kowalczyk, Jr. as Secretary for the PNCC. ACNA was represented by the Right Reverend Richard W. Lipka as Co-Chairman, Right Reverend Ray R. Sutton, Abbot Luis A. Gonzalez, OSB, and the Right Reverend Keith L. Ackerman, SSC, DD. Also in attendance was the Ecumenical Officer of the PNCC the Reverend Robert M. Nemkovich, Jr.


The two Churches met on Tuesday starting at 12:00 Noon and concluded with Vespers celebrated by the Primates of the two Churches. The dialogue continued on Wednesday morning with Holy Mass celebrated by the Right Reverend Paul Sobiechowski. This was followed by a presentation by Bishop Sutton on the 39 Articles of Religion and a presentation by Reverend Bilinski on the 11 Great Principles of the Polish National Catholic Church.


The PNCC-ACNA Dialogue will continue on January 29-30, 2013 in Bartonville, IL at Saint Benedict’s Abbey and will be hosted by the Anglican Church in North America.

Dienstag, 29. Mai 2012

Synoden - Convocation


Bishop Grote Off To England & Germany
 

Bishop John Fenwick and Bishop Paul Hunt
Bishops of the Northern & Southern Dioceses of the
Free Church of England(FCE)





Bishop Grote is preparing for a 10-day trip to the Convocation (Synod) of the Free Church of England. He has been invited to be the REC representative and to preach at their opening Communion Service. 
As we reported, the FCE and the REC are now working together to create the Convocation of Reformed Episcopal Churches in Europe to oversee and support our missionary endeavors in Germany, Russia, Croatia and Sweden.
Bishops John Fenwick and Paul Hunt of the FCE, along with Bishop Gerhard Meyer from Germany and Bishop Grote, USA, constitute the council of Bishops which will be overseeing this endeavor. Please be in prayer for the further development of this missionary enterprise.

From Thursday the 22nd through May 28th, Bishop Grote will be in Germany to oversee the Annual Synod of the Church in Germany.  Archdeacon Jasmin Milic from Croatia will also be joining us for that gathering. Pray that some additional progress might be made in planting new churches in Germany.
SPEAKING OF CROATIA . . .

The 2012 Women’s Day Project is raising funds to support the Protestant Reformed Christian Church/Reformed Episcopal Church mission churches in Croatia.  Their goal is to raise $7,500, and contributions are still being accepted.  Presently there are seven new Reformed Episcopal mission churches in Croatia.  Please, pass this along to the members of your congregation and send your donations to:
 

Donnerstag, 23. Februar 2012

REK Germany - November / Dezember 2011

Christ Church—Schwarzenborn. Christ Church celebrated its 20th anniversary on October 29th. The same weekend we also installed a new Presbyter from the Heidelberg area who intends to establish a REC Mission in southern Germany during our celebration. Rev. Kirchgeßner was a priest in the Old Catholic Church.

Video Installation


This year we decided to change our Christmas Eve tradition. In past years, we always spent Christmas Eve with Bishop Gerhard’s parents. Since his parents are both now with the Lord, we decided to celebrate this special evening with singles from the Church. The majority of our congregation is now single people. We will hold a Christmas Eve service in the chapel at 5pm. Then we will invite the singles into our home for a time of celebration together. We look forward to sharing this special day with our larger church family!

Mission Trip to Croatia – November 12 – 22. In November, we (both Grace and Gerhard) drove by car on a missions trip to meet with the REC Churches in Croatia. On the way through Austria we met with a young man who is interested in doing church planting with the Reformed Episcopal Church in Austria.

On Saturday in Zagreb, the capital city of Croatia, we met with one of our deacons and held a worship service. There were twelve in attendance, all of whom understood English. About half of them also understood German. On Sunday morning we participated in a church service in Tordinci, a small village in East Croatia. The congregation rebuild the church which looked similar damaged like the house you see on the right side. The service was very traditional. Gerhard’s (English) sermon was translated into Croatian.

On Sunday evening we took part in a service at the Church of the Good Shepherd in the city of Osijek, also in east Croatia. The congregation there is a more middle-aged group. Gerhard’s sermon was again translated into Croatian.

On Wednesday evening Mrs. Meyer led a women’s meeting at the church in Tordinci. Nineteen women were present and appeared to thoroughly enjoy themselves. A 70-year-old woman served as translator for Grace. The woman left Croatia when she was 27 and, after living in Germany for several years, she moved to the USA and Canada. She only recently returned to her home country. A time of fellowship with homemade snacks was enjoyed after the meeting.

On Thursday, Bishop Gerhard confirmed a couple in a village one-hour drive from Osijek. The Venerable Rev. Jasmin Milic preached the sermon. A number of people were present for the service first time and it seems this home may be the beginning of a new mission church.

On Saturday, we drove 2½ hours to Belgrade, Serbia, for another worship service where two young men were confirmed. Both men are 22 years old and named Nicolai!

Video Confirmation

The church in Belgrade is a gathering of very interesting people, some young students and a few older folk. They rent their chapel and share space with several other churches/ denominations. The rent was € 30 for the 2-hour service.

We did not see much of Belgrade since it was very foggy, and driving 2 ½ hours back to Croatia in the thick fog at night was very tiring. More pictures:

The following Sunday morning and evening we had two more services. The same evening Bp. Gerhard was invited along with the local pastor Rev. J. Milic to participate in an inter-religious theological debate at a Mosque. The Rev. Milic responded: “If we believe in Mohammed, we are not Christians anymore, but if you believe in Christ, you are not Muslims anymore.” Bischof Gerhard was asked to make a final statement after the Christian and Muslim theologians finished. Bp. Gerhard spoke in German and was translated into Croatian by a young man who lived the first ten years of his life in Germany. Afterwards at dinner, informal discussions continued about Christ and other questions of religious dogma.

During the missions trip, we did some sight-seeing in our free time and took some walks to get a feeling both for the people and for the country. One morning we drove to Vukovar, a Croatian town on the Danube River. There we discovered many houses with bullet holes in the walls—sharp reminders of the Serbian invasion in 1991.

As we drove through this town, Grace was taken back to the time shortly after World War II, when her parents first arrived in Germany as mission-aries. They too found many ruins, empty houses and primitive living conditions.

Driving back on Monday we passed through Hungary Slovenia and Czech Republic before arriving back in Germany. We stopped in Dresden for two days to take time to digest what we had seen and experienced in Croatia. We felt this was important before jumping back into the ministry at the Knuellcamp.


Please pray for the five mission churches and their young pastors, and especially for Rev. Jasmin Milic and his leadership, for the renovation of the old “Church of the Good Shepherd” in Osijek and for a team of young people to begin an English Camp in 2012 to reach young Croatians for Christ.

Wishing you a blessed Christmas & a Happy New Year!

REC Missionaries in Europe , Grace Meyer & Bp. Gerhard