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Sonntag, 6. März 2016

Gedenktag der Mutterkirche

Sonntag der Mutterkirche / Lätare.
Allgemeines Gebetbuch S. 543.
Episteltext heute: Gal 4,26:
"Aber das Jerusalem, das droben ist. das ist die Freie; das ist unsere Mutter!"

Unsere anglikanische Mutterkirche, mit der wir heute noch verbunden sind (seit 1990) als Bischof Gerhard Meyer in den USA als Diakon für Deutschland ordiniert wurde, ist auch heute noch unsere Mutterkirche.  http://rechurch.org/

Wir sind durch sie mit der Anglican Church of North America, ACNA, verbunden.

Das AGB www.gebetbuch.org. S. 543 sagt:
Dieser Sonntag wird auch Sonntag der MUTTERKIRCHE genannt. Man gedenkt der Gemeindegründung und pflegt die Tradition, die MUTTERKIRCHE der Diözese zu besuchen.

Donnerstag, 14. Januar 2016


Bekanntmachung der Erzbischöfe während ihres Treffens in Canterbury vom 14. Januar 2016 -
Episcopal Church TEC - USA - suspendiert - 3 Jahre kein Mitsprachrecht-
Heute haben die Erzbischöfe, die sich in Canterbury versammelt hatten, vereinbart, wie sie in der Gnade und Liebe Christi weiter gemensam wandeln wollen. Diese Vereinbarung bekennt einerseits den deutlichen Abstand der weiterhin bleibt, bestätigt aber andererseits jedoch die eindeutige Verpflichtung, den gemeinsamen Weg weiter zu gehen.
Die Erzbischöfe der anglikanischen Provinzen bedauern, dass dieses nachfolgende Dokument im Voraus durchgesickert ist, bzw. veröffentlich wurde, bevor das Abschluss Kommuniqué veröffentlich werden sollte. Um nun Spekulationen zu vermeiden, ist dieses Dokument nun schon zuvor bereits vollständig freigegeben worden. Diese hier folgende Vereinbarung zeigt die Verpflichtung aller Erzbischöfe auf, das Leben in dieser Gemeinschaft weder als Sieger noch als Besiegte fortsetzen.
Fragen und weitere Bemerkungen werden morgen am 15. Januar6 201 um 15.00 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz gegeben. Ausführliche Informationen stehen bereits hier zur Verfügung. http://www.primates2016.org/articles/2016/01/14/primates-2016-press-conference/
Der vollständige Text lautet wie folgt:
1. Wir versammelten uns als anglikanische Erzbischöfe, um zu beten und zu überlegen, wie wir unsere Einheit in Christus angesichts der anhaltenden tiefen Unterschiede bewahren können, die unter uns bezüglich unserem Verständnis über Ehe existieren.
2. Die jüngste Entwicklungen in der „Episcopal Church“, TEC, USA, in Bezug auf eine Veränderung ihres Kanons, der die Ehe betrifft, stellen eine grundlegende Abkehr vom Glauben und der Lehre unter der Mehrheit unserer Provinzen betreffs des Dogmas der Ehe dar. Mögliche Entwicklungen in anderen Provinzen könnten weiter diese Situation verschärfen.
3. Alle unter uns erkennen an, dass diese Entwicklungen auch weiterhin tiefen Schmerz in unserer gesamten Gemeinschaft hervorrufen.
4. Die traditionelle Lehre der Kirche im Hinblick auf die Lehre der Schrift, hält die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als eine treue und lebenslange Verbindung aufrecht. Die Mehrheit der versammelten Erzbischöfe bekräftigten diese biblische Lehre.
5. Im Einklang mit der konsequenten Position der früheren Versammlungen der Erzbischöfe werden von vielen von uns solche einseitigen Aktionen in der Angelegenheit der Lehre, ohne eine katholische Übereinstimmung zu haben, als eine Abweichung von der gegenseitigen Verantwortlichkeit und gegenseitigen Abhängigkeit gesehen, weil wir uns in einer Beziehung der anglikanischen Gemeinschaft befinden.
6. Solche Aktionen beeinträchtigen weiter unsere Gemeinschaft und führen zu einem tieferen Misstrauen zwischen uns und bewirken, dass der Abstand zwischen uns immer größer wird und schaffen dadurch große Belastungen für das Funktionieren der Instrumente der Anglikanischen Gemeinschaft und die Art und Weise, in der wir unsere historischen und fortwährenden Beziehungen darstellen.
7. Es ist unser einhelliger Wunsch, weiter zusammen zu gehören. Doch angesichts der Schwere dieser Fragen, anerkennen wir formal diese Distanz dadurch, dass wir für einen Zeitraum von drei Jahren für die Episcopal Church fordern, dass sie uns nicht mehr auf ökumenischen und interreligiösen Gremien repräsentiert, dass weder in einen internen Ständigen Ausschusses der Anglikanischen Gemeinschaft gewählt oder berufen wird, und dass sie an keinen Entscheidungen mitwirkt, die die Lehre oder die Gemeinschaft betreffen.
8. Wir haben den Erzbischof von Canterbury aufgefordert, eine Arbeitsgruppe zu benennen, um Gespräche unter uns mit der Absicht durchzuführen, die Beziehungen untereinander und das gegenseitigen Vertrauens wieder herzustellen, die Altlast der Verletzung zu heilen, den Umfang unserer Gemeinsamkeit anzuerkennen und die Erforschung unserer tiefen Unterschiede zu gewähren, und gleichzeitig zu versichern, dass sie zwischen uns in der Liebe und Gnade Christi getragen werden.
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Samstag, 11. Juli 2015

Das Allgemeine Gebetbuch von 1549


 

Das Allgemeine Gebetbuch von 1549

(anglikanisches Mess- und Gebetbuch)

 

von F. Martin Bürgener

 

Im März 2014 veröffentlichte die kleine Reformierte Episkopalkirche in Deutschland das „Book of Common Prayer“ (BCP) – das Allgemeine Gebetbuch der anglikanischen Kirche in seiner letzten Ausgabe von 1662. Revisionen und Ergänzungen sind immer wieder unternommen worden, zuletzt in den Jahren 1927/8. Mit der Herausgabe dieses Gebetbuchs ist der Reformierten Episkopalkirche ein einzigartiges Werk gelungen, das das Herz eines jeden, der sich für Liturgie interessiert, höher schlagen lässt. Ein Jahr später, Ostern 2015, brachte die Reformierte Episkopalkirche eine weitere Ausgabe des „Book of Common Prayer“ in deutscher Sprache heraus: und zwar die erste Ausgabe dieses Buches aus dem Jahr 1549.

 

Es ist die erste reformatorische Liturgie der Anglikanischen Kirche nach ihrer Trennung von Rom. Herausgegeben wurde sie auf Betreiben König Eduards VI. (1547-1553) von dem letzten katholischen und ersten anglikanischen Erzbischof von Canterbury, Thomas Cranmer (im Amt von 1533 bis 1553).

 

Er verfolgte mit der Herausgabe dieses Buches folgende Ziele:

  1. Vereinfachung der bis dahin als recht kompliziert empfundenen Mess- und Breviertexte, die lateinisch gesprochen wurden.
  2. Eine Reduzierung der vorreformatorischen Bücher (Messbuch, Brevier, Pontifikale, Manuale und Rituale) auf ein einziges Buch.
  3. Die Einführung der Muttersprache in den Gottesdienst.

 

Die sieben Horen des klösterlichen Lebens (Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet) reduzierte er auf zwei Horen: die Laudes und die Vesper (Mattins und Evenson), wie sie bis heute in der Kirche von England gebetet werden.

 

In der Erstausgabe des Allgemeinen Gebetbuchs von 1549 (Originaltitel übersetzt:

„Das allgemeine Gebetbuch und die Verwaltung der Sakramente und anderer Gebräuche und Zeremonien nach dem Gebrauch der Kirche von England“ ist wenig vom Geist der calvinistischen oder zwinglianischen Reformation enthalten, wie in späteren Revisionen. Es ist getragen vom Geist der alten und katholischen Kirche. Heute ist es ein gelungener Brückenschlag zwischen den Konfessionen im ökumenischen Dialog. Es verbindet in einzigartiger Weise den katholisch-altkirchlichen Geist mit den Ansätzen der Reformation Luthers und Calvins und trägt uns in einigen Formulierungen bis hin zur Lima-Liturgie von 1982.

 

Durchzogen ist es ganz vom Geist augustinisch-reformatorischer Gnadenlehre und lässt uns über die konfessionellen Grenzen hinweg manches Bekannte und Verbindende entdecken.

Durch seine handliche Ausgabe ist es gut geeignet, zusammen mit einer Taschenbibel auf Reisen benutzt zu werden.

 

Der Aufbau des Buches beginnt mit dem Monatspsalter, der den Beter einmal im Monat durch den ganzen Psalter führt. Es folgt das Lektionar, das uns in einem Jahr durch den größten Teil der Heiligen Schrift führt. Auf Seite 25 finden wir den „Täglichen Gottesdienst“, die liturgischen Stücke für die Laudes und die Vesper. Ab Seite 44 folgt das Proprium de Tempore, die wechselnden Stücke für die gottesdienstlichen Zeiten mit Psalmen, Tagesgebet und Schriftlesungen.

 

Etwa ab der Mitte des Buches finden wir die Feier der Kommunion, auch genannt Messfeier oder Eucharistie, also die feststehenden Stücke des Gottesdienstes, das Ordinarium. Die Messfeier folgt der alten abendländischen Tradition: Introitus, Kyrie, Gloria, Tagesgebet, neutestamentliche Lesung und Evangelium, das große oder nizänische Glaubensbekenntnis, aber ohne „filioque“, folgend einer Resolution der Lambeth-Konferenz von 1988.

 

Nach der Predigt folgt eine lange Abendmahlsvermahnung nach evangelischem Vorbild, an die sich das Offertorium anschließt, das mit einigen Schriftworten eingeleitet wird. Nach Präfation und Sanktus kommt ein sehr schönes Eucharistiegebet, das vor den Einsetzungsworten, alter abendländischer Tradition folgend, eine Gabenepiklese mit konsekratorischem Charakter enthält. Es kommen die Einsetzungsworte, an die sich das Lobopfergebet anschließt. Abgeschlossen wird das Hochgebet mit dem Vaterunser, das wie in vorreformatorischer Zeit ohne Doxologie gebetet wird. Wie in der alten lateinischen Messe wird vor der Austeilung der Kommunion ein Schuldbekenntnis gesprochen, dem sich die Lossprechung durch den Priester anschließt. Während des ganzen eucharistischen Gebets kniet die Gemeinde. Nach der Kommunion folgt ein sehr schönes Schlussgebet und der Segen.

 

Christen, die mit der hochkirchlichen Liturgie vertraut sind, werden manche Wendungen im Eucharistiegebet finden, die ihnen aus der hochkirchlichen Messfeier bekannt sind, hat doch diese Liturgie Friedrich Heiler mit als Grundlage der von ihm herausgegebenen Messe gedient. Ebenso finden wir vieles wieder in der Liturgie der katholisch-apostolischen Gemeinden, die im 19. Jahrhundert in England entstanden. Die Kollektengebete für das Kirchenjahr und die Gedenktage der Heiligen stimmen zum größten Teil mit dem Proprium alter lutherischer Agenden überein, die sich zum großen Teil nach dem alten lateinischen (römischen) Messbuch richten.

 

Nach der Eucharistie finden wir in dem Büchlein alternative Kollektengebete. Ab Seite 125 folgt die Litanei, ab Seite 137 die Taufe, mit einem sehr schönen Gebet zur Chrisamsalbung. Ferner enthält das Buch die Firmung oder bischöfliche Konfirmation, die Trauung, den Dienst an Kranken, Trauerfeier und Begräbnisritus am Grab, Dank der Wöchnerin nach der Entbindung, die Beichte oder Buße und einen liturgischen Notenanhang mit alten englischen Choralsätzen ab Seite 268 -343. (s.d. Beispiel Anhang letzte Seite)

 

Ich habe dieses Büchlein schon öfter für Gottesdienste in Pflegeeinrichtungen und zum persönlichen Gebet gebraucht. Es ist zusammen mit der Bibel ein großer innerer Gewinn geistlichen Lebens und ich kann es nur empfehlen.

 

                                                           26. Juni 2015

                                                           F. Martin Bürgener

 


 

Für 19,95 Euro ist es, unter dem Titel „Anglikanisches Mess- und Gebetbuch“, erhältlich beim

 

Verlag der Reformierten Episkopalkirche,

Richbergstr. 11, D-34649 Schwarzenborn

(Telefon: 05686-730,

Das Allgemeine Gebetbuch - Neuauflage 2014 - 940 Seiten















Kurzbeschreibung zum allgemeinen Gebetbuch

Die Reformierte Episkopalkirche hat aus Anlass des 350. Jubiläums des Allgemeinen Gebetbuchs der Kirche von England (Book of Common Prayer) aus dem Jahr 1662 eine überarbeitete deutsche Fassung herausgegeben. Der Umfang beläuft sich auf 970 Seiten; hierin enthalten sind sowohl die Psalmen (nach der 1984 revidierten Übersetzung von D. Martin Luther) als auch die Lesungen für alle Kasual-Gottesdienste (nach der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift). Der Drucksatz ist zweifarbig (rot/schwarz); vier farbige Lesebändchen erleichtern den regelmäßigen Gebrauch des Gebetbuchs.
Bestellungen sind über das Bestellformular weiter unten auf dieser Seite möglich; die Auslieferung erfolgt umgehend. Der Preis beläuft sich auf 28,50 Euro zzgl. Versand.




Stimmen zum Allgemeinen Gebetbuch

Professor Dr. theol. Samuel Leuenberger (Emeritus, Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel) schreibt:
Da dieses Book of Common Prayer 1662 gleichzeitig als Andachtsbuch für die Familie geeignet ist, geht noch heute eine Kraft davon aus, die lebendigen Glauben [...] erwecken könnte. Zudem verfügt diese Liturgie über ein geniales ökumenisches Potential, das Brücken schlägt zu der katholischen sowie zu den reformatorischen Kirchen.
Aus: „350 Jahre ,Book of Common Prayer' - eine ,erweckliche' Liturgie”, in: Diakrisis, Bd. 33, Nr. 3, 2012, S. 118-128
Den Gemeinden, die das von Bischof Gerhard Meyer übersetzte Allgemeine Gebetbuch in ihrem Gottesdienst gebrauchen, kann ich nur herzlich gratulieren. Sie besitzen ein von Licht erfülltes Juwel für die irdische Zeit, das in die Ewigkeit hinüberleuchtet und somit Halt und Trost spendet.
(private Korrespondenz)


Bestellungen: http://www.rekd.de/index.php?id=54 


Mehr zum Beitrag von Prof. Leuenberger über das Allgemeine Gebetbuch



https://ambrosius1.wordpress.com/2014/12/12/das-book-of-common-prayer-ist-ein-auserst-kulturtrachtiges-buch/